„Von Golgatha nach Auschwitz“

Vortrag + Ausstellung · Mo. 30. Oktober 2017 · 19:30 Uhr

(30.10.2017)

Autorenvortrag von Reinhold Schlotz zum Buch und zur gleichnamigen Ausstellung über die Mitverantwortung des Christentums für den Holocaust.

Vortragsbeginn: 19:30 Uhr

Einlass zur Ausstellung „Von Golgatha nach Auschwitz“ ab 18:30 Uhr

„Der Holocaust ist nur vor dem Hintergrund des Atheismus denkbar…“ ist eine Behauptung, die von hochrangigen Theologen gerne verbreitet und von manchen christlichen Politikern leichtgläubig übernommen wird. Beispiele liefern hier u. a. Joseph Ratzinger – alias Papst Benedikt XVI., Bischof Walter Mixa, Kardinal Joachim Meisner und die katholischen Politiker Wolfgang Thierse (SPD) und Christian Wulff (CDU, Altbundespräsident). Dem gegenüber stehen Aussagen von kritischen Theologen und Historikern, die den christlichen Kirchen eine Mitverantwortung am Zustandekommen der Judenvernichtung im Holocaust zuweisen.

Es lässt sich zeigen, dass der Judenhass schon im Neuen Testament angelegt ist und durch die ersten heiligen Kirchenväter in den christlichen Gesellschaften so gefestigt wird, dass er sich in den folgenden Jahrhunderten bis in die Zeit des Nationalsozialismus und darüber hinaus immer wieder Bahn bricht.

Thematisiert wird auch die Verstrickung beider Großkirchen mit dem nationalsozialistischen Regime, einschließlich der Rechtfertigungsgrundlage Martin Luthers für die Judenverfolgung im Dritten Reich. Die Quintessenz des Buches ist die Erkenntnis, dass die christliche Judenfeindschaft zwar keine hinreichende, aber sehr wohl eine notwendige Voraussetzung für die Katastrophe des Holocaust war.

Im Anschluss Diskussion mit dem Publikum diskutieren.


Veranstaltungsinformationen

Forum am Park · Poststraße 11 · 69115 Heidelberg

Eintritt: 8 € / 6 € ermäßigt

Kostenlose Karten- und Platzreservierung unter: info@gbs-rhein-neckar.de (Die Platzreservierung wird bis 5 Minuten vor Vortragsbeginn aufrechterhalten.)


Links

Zusatzinformation

Der Vortrag wird begleitet von der Ausstellung „Von Golgatha nach Auschwitz“.

Gezeigt wird auf 18 Plakaten die Geschichte der christlichen Judenfeindschaft, die eine notwendige Voraussetzung für das Zustandekommen des Holocaust war: „Ohne die nahezu zweitausendjährige christliche Judenfeindschaft, wäre Auschwitz nicht möglich gewesen.“

Veranstalter