Themenwerkstatt Wissenschaft

Vortragsreihe · So. 26. Mai 2019 · 16:00 – 18:00 Uhr

(26.05.2019)

Vorträge von je 20 min, mit Diskussion und „open space“ im Forum am Park, Poststraße 11, 69115 Heidelberg

Das evolutionsbiologische Konvergenz-Prinzip

Ist der Mensch ein Produkt des Zufalls? Konnte er nur entstehen, weil sich im Laufe der Evolution eine astronomische Anzahl von zufälligen Mutationen ereignete? Oder haben innere evolutionäre Triebkräfte zur Entwicklung des Menschen geführt? Das evolutionsbiologische Konvergenz-Prinzip als ein Bestandteil der Erweiterten Synthese der Evolutionstheorie beschreibt, wie die Spielwiese der Natur beschaffen war, auf der sich das evolutionäre Geschehen über Jahrmilliarden ereignete.

Frank Sembowski

Der Biologe Frank Sembowski setzt sich für den Humanismus ein und betreut die wissenschaftliche Redaktion der Arbeitsgruppe Substanz, die eine selbstbestimmte, humane und auf objektivenKriterien beruhende Drogenpolitik zum Ziel hat. In seinem Buch „Liberalisierung psychoaktiver Substanzen“ (2017) spricht er sich für eine regulierte Freigabe aller illegalisierten Substanzen aus.

Keine Angst vor künstlicher Intelligenz

Der Vortrag beschreibt Grundlagen, aktuellen Stand und Ausblick auf maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz. Insbesondere beleuchtet er historische Fehleinschätzungen, ordnet aktuelle Anwendungen, von maschinellen Expertensystemen bis hin zu autonomen Systemen, ein und beschreibt grundsätzlich neue Hardware-Entwicklungen. Ausgehend von einfachen neuronalen Netzen werden komplexere Strukturen und neuromorphe Hardware vorgestellt. Wir erkennen, dass die Entwicklung schubweise verläuft, Hardwaregetrieben ist – aber keine vorgegebenen Grenzen hat.

Rolf Kickuth

Rolf Kickuth ist Chemiker, Verleger („Rubikon“) und Chefredakteur der Zeitschrift „CLB – Chemie in Labor und Biotechnik“. Nach Tätigkeiten unter anderem als Redaktionsleiter für die Schweizer Wochenzeitung „Chemische Rundschau“ entwickelte er 1990 mit der „AXON“ eine Zeitung für künstliche Intelligenz. Später war er Chefredakteur des „Informatik-Spektrum“ (Gesellschaft für Informatik).

DAOs: gesellschaftliche Auswirkungen

DAOs (Dezentrale Autonome Organisationen) sind Online-Organisationen, die mit anonymisierten Geldtransaktionen arbeiten. Eine wichtige Frage dabei: Wie weit nehmen sie Risiken in Kauf, wenn fehlerhaftes Verhalten
der Algorithmen absehbar ist? Andererseits: Welche positiven Aspekte haben soziale Strukturen, die außerhalb der Reichweite geltender Gesetze arbeiten?

Paul Boldra

Paul Boldra programmiert seit seinem 10. Lebensjahr. Mittlerweile verfügt er über mehr als 20 Jahre Berufserfahrung als IT-Spezialist. Seit 2014 widmet er sich Blockchain-Algorithmen, berichtet und berät über Anwendungen und Möglichkeiten von Kryptowährungen.

 

 

Eintritt: frei

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