Foto: Evelin Frerk

15. 05.

Zur feministischen Kritik des marxistischen Arbeitsbegriffs

Vortrag von Dr. Gisela Notz in Erfurt

2018 jährt sich der 200. Geburtstag von Karl Marx. Die Erfurter Ringvorlesung nimmt das Jubiläum zum Anlass, das Marxsche Werk mitsamt seinen vielfältigen Folgen stichprobenartig zu untersuchen. Dabei sollen insbesondere neuere Forschungen in den Vordergrund rücken - denn die internationale Marxforschung ist so lebendig wie schon lange nicht mehr. Dazu gehören Themen, die gemeinhin nicht mit Marx assoziiert werden - der Feminismus etwa, die ökologische Krise oder Befreiungsbewegungen im globalen Süden. Zu Wort kommen neben Theoretiker*innen aus verschiedenen Disziplinen auch Praktiker*innen und Zeitzeugen.

Eine von ihnen ist die Sozialwissenschaftlerin und Historikerin Gisela Notz. Die ehemalige Bundesvorsitzende von Pro Familia war bis Mai 2007 wissenschaftliche Referentin im Historischen Forschungszentrum der Friedrich-Ebert-Stiftung. Außerdem Lehrbeauftragte und Vertretungsprofessorin an verschiedenen Universitäten. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen neben der alternativen Ökonomie in der Arbeitsmarkt-, Familien- und Sozialpolitik und in der historischen Frauenforschung. Sie ist aktives Mitglied beim Institut für Protest und Bewegungsforschung und Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung.