07. 03.

Pater Spee – Anwalt der Hexen

Eine Reise in den Dreißigjährigen Krieg - Lesung mit Claus-Peter Lieckfeld in Erlangen

Der Roman von Claus-Peter Lieckfeld schildert vier Jahre, 1629 – 1632, aus dem Leben des Jesuitenpaters Friedrich Spee, der sich gegen Hexenverfolgung und "Folter als Mittel der Wahrheitsfindung" wandte. Spee, am 25. Februar 1591 in Kaiserswerth bei Düsseldorf geboren, studierte Philosophie und Theologie. Berühmt wurde er als Autor der "Cautio Criminalis", einer Art "Anti-Hexenhammer". Das Werk gilt als Meilenstein des engagierten Humanismus und als erster juristisch/philosophischer Essay der Neuzeit.

Spee, der auch zu den bedeutenden Barockdichtern seiner Zeit zählt ("Oh Heiland reiß die Himmel auf"), wurde geschmäht, verfolgt – teils sogar von den eigenen Leuten: Etliche seiner jesuitischen Mitbrüder taten sich in der Hexenjagd hervor. "Der Beichtvater der Frauen" entging nur knapp der Inquisition und überlebte einen Mordanschlag. Pater Spee lebte "zwischen Zorn und Zärtlichkeit", heißt es auf dem Klappentext des 2011 erschienenen Romans.

Zum Referenten:
Claus-Peter Lieckfeld wurde 1948 in Hanstedt (Nordheide) geboren. Er schloss sein Studium für das höhere Lehramt ab und wurde Journalist und Autor. Lieckfeld war Redakteur in der Gründungsmannschaft von Horst Sterns Umweltmagazin "Natur". Er schrieb für GEO, Merian, mare, Die Zeit und das SZ-Magazin. Lieckfeld hat drei historische Romane verfasst, Hörspiele, Kabarettbeiträge sowie zahlreiche Sachbücher ( u.a. "Tatort Wald." "Logbuch Polarstern", "Der Metzger, der kein Fleisch mehr isst", "More than Honey"). Im Herbst 2018 erscheint sein Roman "Die Reise des Jägers" – Geschichte einer Auswanderung anno 1885. Im vergangenen Jahr hat Lieckfeld gemeinsam mit dem Münchner Künstler Wolfram Kastner die Ausstellung "Wegen Hexerey" konzipiert und in Eichstätt präsentiert.

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